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Li(e)beration Lesezirkel IV., Thema "Recht auf Trauer"
Sonntag, 1. April 2018, 16:30

Die Veranstaltung findet im Rahmen unseres Tagesbetriebes statt. Sprich der Eintritt ist frei, die Küche ist von 15:30 bis 21:00 Uhr durchgehend geöffnet und ihr könnt entsprechend auch "einfach nur so" zum speisen und trinken vorbei schauen. :)

wie funktionieren lieberation lesezirkel?

  • jeder lesezirkel bekommt ein eigenes motto/thema, trotzdem wird immer literatur zu vielfältigen befreiungskämpfen zur verfügung stehen.
  • rund um das jeweilige thema werden ab 18 uhr uhr einige texte vorgelesen, vielleicht sind auch autor*innen vor ort.
  • ihr seid alle eingeladen, eigene texte oder die eurer lieblingsautor*innen mitzubringen und ggf. im rahmen eines „offenen mikros“ auch vorzutragen. wenn ihr letzteres nicht mögt, übernehmen wir das auch gerne für euch. die texte sollten eine lesezeit von ca. 5 – 10 minuten nicht deutlich überschreiten.

francis seeck liest ab 18 uhr uhr aus ihrem* buch:

„Wer ist betrauerbar? Wer wird erinnert?
Die Bestattungspraxis in Deutschland ist von Machtverhältnissen, insbesondere von Klassismus und Heteronormativität, geprägt. Aktuell werden immer mehr arme Menschen in Deutschland, für die keine Angehörigen die Bestattungspflicht wahrnehmen (können), ohne Grabstein und Namen, ohne Trauerfeiern und Blumenschmuck von Gesundheits- und Ordnungsämtern bestattet. Teilweise, wie z.B. in dem Berliner Bezirk Neukölln, finden die ordnungsbehördlichen Bestattungen monatlich als Sammelbeerdigung im Minutentakt statt. Oft wurden diese Menschen schon zu Lebzeiten marginalisiert und gesellschaftlich ausgegrenzt.

Francis Seeck zeigt in diesem Buch den Zusammenhang zwischen Machtverhältnissen, Ausgrenzung und Beerdigungspraktiken auf. Aber auch die eigene Geschichte der Autor*in hat ihren Platz. So geht es auch um Widerstand auf anonymen Friedhofswiesen, sei es durch Trauergäste, Aktivist*innen, Forscher*innen und Mitarbeiter*innen – ganz im Sinne von „Rest in protest!“.

Die Autor*in:
Francis Seeck ist Kulturanthropolog*in und lebt in Berlin. Francis promoviert zu kollektiven Fürsorge/Care Praxen von trans* und nicht-binären Menschen in Deutschland und der Schweiz. Francis arbeitet zudem als Antidiskriminierungstrainer*in und Lehrbeauftragte*. Mehr zu Francis hier.

nach einem offenem austausch rund um das thema tod und sterben möchten wir euch einladen, eigene texte oder die eurer lieblingsautor*innen mitzubringen und ggf. im rahmen eines „offenen mikros“ auch vorzutragen. wenn ihr letzteres nicht mögt, übernehmen wir das auch gerne für euch. die texte sollten eine lesezeit von ca. 5 – 10 minuten nicht deutlich überschreiten.